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Malta

Malta, die Sonneninsel 95 km vor Sizilien mit 300 Tagen Sonnenschein im Jahr, ist mit sechs weiteren Inseln in seiner Nähe (4 davon unbewohnt), der Rest einer alten Landbrücke zwischen Europa und Afrika, die nach der Eiszeit überflutet und bis auf ein paar Bergspitzen im Mittelmeer versunken ist.

Malta ist etwa so groß wie das Land Bremen, hat aber nur ca. 430.000 Einwohner; dafür aber mehr als 1,5 Millionen Touristen im Jahr – viele davon Sprachlerner für Englisch vor allem aus Deutschland, Österreich und Italien. Englisch ist offizielle Amtssprache neben dem aus dem Arabischen stammenden eingeborenen Maltesisch (Malti), das mit Englisch und Italienisch durchmischt ist. Dies ist ein Resultat der 150jährigen Kolonialherrschaft der Briten, die erst 1964 zur Gründung einer eigenständigen Republik Malta führte.

Malta ist seit 2004 (kleinstes) Mitglied der EU, seit 2008 Euro-Land. Die Briten waren aber nur die letzten in einer langen Reihe von Fremdherrschern, die beginnend mit den Phöniziern und Griechen über die Römer, Byzantiner, Normannen und Araber zu den Italienern, Spaniern und Franzosen und schließlich zu den Briten reicht. Die Inselgruppe ist daher sehr reich an den unterschiedlichsten archäologischen Schätzen. So steht etwa auf der Nachbarinsel Gozo das vermutlich älteste freistehende Gebäude der Welt, der steinzeitliche Ggantijya-Tempel, 5600 Jahre alt, 500 Jahre älter als Stonehenge, 1000 Jahre älter als die großen Pyramiden Ägyptens. Viele weitere sehenswerte Monumente prägen die Inseln. Besonders bemerkenswert sind die römischen Gräberanlagen und Katakomben, und natürlich die Festungsanlagen des Johanniter- bzw. Malteserordens, der von 1630 bis zur Niederlage gegen Napoleons Truppen 1798 die Insel beherrschte. Die Hauptstadt Valletta, benannt nach einem Großmeister des Ordens, der den Bau der in einem Gitternetz ohne Kurven angelegten Stadt nach der türkischen Belagerung 1665 vorangetrieben hat, gilt mit Recht als eine der schönsten Städte im Mittelmeerraum. Gerne benutzen sie Hollywood-Regisseure als Filmkulisse für historische Filme wie Gladiator oder Troy. Nur durch eine Bucht getrennt ist das quirlige Sliema mit langem Strand, Boutiquen, Bars, Restaurants und Einkaufszentren.

Der Hauptwirtschaftszweig Maltas mit gut 40% des Bruttosozialprodukts ist seit längerem der Tourismus (meist aus Deutschland, Italien und Großbritannien), aber auch die Hafenlogistik ist sehr stark. Der größte Arbeitgeber des Landes ist die Werft Malta Drydocks, zweitgrößte Werft Europas. Weitere Wirtschaftszweige sind Textilindustrie, Mode und Design, alle IT-Zweige sowie Finanzen. Über 60 deutsche Unternehmen produzieren in Malta für den Export. Die Arbeitslosenquote liegt bei nur ca. 3%; ebenso niedrig ist die Inflationsrate. Die Lebenshaltungskosten auf Malta sind den deutschen vergleichbar, aber das Lohnniveau ist mit durchschnittlich ca. € 16.000 sehr viel niedriger. Der Mindestlohn liegt bei € 735 im Monat. Die Mietpreise für möblierte Wohnungen liegen in der Hauptstadtregion zwischen € 500 und 600 für eine 1-Raum Wohnung.

Klimatisch ist das waldlose Malta mittelmeertypisch mit 80% der Niederschläge zwischen Oktober und März, heißen Sommermonaten (Scirocco-Wind) und mildem Herbst und Winter. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 14° im Winter und 25° im Sommer. Die malteser Verwaltungskultur ist dank des langen britischen Einflusses recht effezient, wenn auch etwas langsam. Das Alltagsleben ist entspannt und familiär; viele Festivals, Karneval, Kulturnächte usw. sorgen für reichlich Abwechselung.

Das Bildungssystem Maltas ist dem britischen nachgebildet (Schuluniformen) mit 2 Universitäten (17.000 Studierende aus über 90 Ländern). Seit dem EU-Beitritt sind die Universitäten studiengebührfrei. Es wird meist auf (britisch-) Englisch unterrichtet. Praktikanten aus EU-Ländern können ohne Visum oder Arbeitserlaubnis nach Malta kommen.