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Irland

Die sprichwörtlich gastfreundliche Insel, poetisch seit Jahrhunderten als „emerald isle“, smaragdgrüne Insel, zu recht besungen, ist seit 1949 ein geteiltes Land mit ca. 2 Millionen Einwohnern in 11 britischen Distrikten im Norden und der unabhängigen irischen Republik mit ca. 5 Millionen Einwohnern und der Hauptstadt Dublin (ca. 1 Million Einwohner) im Süden. Während der Norden fast 40 Jahre mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen zu kämpfen hatte, die sich glücklicherweise seit dem Abzug des britischen Militärs und der Auflösung der paramilitärischen Ulster Volunteer Force im Jahr 2007 weitgehend gelegt haben, profitiert die Republik im Süden von ihrer Mitgliedschaft in der EU und dem Beitritt zum EURO-Land außerordentlich und präsentiert ihre eigene Erfolgs-Story.

Vor allem ist diese zurückzuführen auf eine geschickte Ansiedlungspolitik für internationale Investoren und Unternehmen, die sich aufgrund für sie vorteilhafter Steuer- und Sozialgesetzgebung seit den späten 90er Jahren besonders in allen Sparten des Dienstleistungs- und IT-Sektors in Irland – vor allem in Dublin – ausgebreitet haben: Microsoft, Dell, IBM, Facebook usw. (Spitzname Irlands aus dieser Zeit :“Keltischer Tiger“).

Ca. 25% der irischen Wertschöpfung kam um 2000 von ausländischen Firmen. Hinzu kam die Intensivierung des inneririschen Handels zwischen der Republik und Nordirland, der nun seit dem BREXIT-Votum Großbritanniens wieder in Gefahr steht, zum Erliegen zu kommen durch die Wiedereinführung einer „harten Grenze“ (Nordirland hatte allerdings wie Schottland mit deutlicher Mehrheit für den Verbleib in der EU votiert). Die Arbeitslosigkeit ist relativ niedrig bei ca. 5% (2019); im Durchschnitt gesehen, gehören die Iren zu den wohlhabendsten Bürgern in Europa, ebenso zu den jüngsten mit Durchschnittsalter 36. Seit 2000 gibt es ein Mindestlohngesetz. Das Preisniveau liegt etwas über dem deutschen. Gut 80% der Iren sind katholisch, – was vor allem in den kleineren ländlichen Gemeinden noch deutlich im täglichen Leben zu spüren ist, auch wenn dort allmählich die erzkonservative Strömung stark an Boden verloren hat.

Ursprünglich ein fast reines Agrarland mit wenig Bodenschätzen und Industriepotential hat sich Irland zur boomenden „Dienstleistungszentrale“ Europas entwickelt (85% aller Arbeitnehmer), die neben den englischsprachigen einheimischen Arbeitnehmern viele „Internationals“ braucht in der blühenden Hotel- und Tourismusindustrie, im IT- und Bankensektor (von den 35 größten irischen Banken sind 15 Niederlassungen deutscher Banken), in Call Centers, Marketing Firmen und allen möglichen weltweit operierenden Verkaufsbranchen. Praktikanten und Trainees sind in diesem Umfeld mehr als willkommen, wobei allerdings (wie auch in Großbritannien) leider noch die Auffassung vorherrscht, dass ein(e) PraktikantIn umsonst für seine/ihre Ausbildung zu arbeiten hat und lediglich auf einen Bonus für gute Arbeit am Ende seiner/ihrer Beschäftigung hoffen kann.

Das gälisch-keltische Irisch wird noch von einem kleinen Prozentsatz der Iren als Muttersprache gesprochen, ist aber als Zweitsprache mit über 1 Million Sprechern wieder im Kommen. Das irische Englisch (in Nordirland Irish-Scottish) hat eine sehr eigene Färbung durch seine starke Betonung der Vokale, durch das dunkle „R“, den Ersatz von „th“ durch „t“ oder „d“, durch die Tendenz, am Wortende immer einen „weichen“ Konsonanten zu sprechen, und durch sehr viele lexikalische Regionalismen und grammatische Strukturen, die aus dem Gälischen kommen (es gibt kein „yes“ oder „no“, sondern man wiederholt das Verb der Frage (can you swim ? I can).

Trinity CollegeIm professionellen Sprachunterricht der Sprachinstitute ist britisches Standardenglisch die Basis, wenn auch mit einer typischen, überall präsenten leichten Vokalfärbung. Ca. 60 private Sprachinstitute verteilen sich inzwischen über die ganze Republik. Hinzu kommen die Sprachinstitute der 7 Universitäten – vom berühmten Trinity College Dublin (gegründet 1592)

bis zur größten und neuesten, der Dublin City University (1980). Eine ganze Reihe dieser Sprachinstitute bietet Vorbereitungskurse für den internationalen Englischtest IELTS der Universität Cambridge an, das britische Äquivalent zum amerikanischen TOEFL-Test.

Irische Autoren gehören zu den berühmtesten Schriftstellern der englischen Sprache: Jonathan Swift, Maria Edgeworth, Bram Stoker (Dracula !), James Joyce, Oscar Wilde, George Bernhard Shaw, William Butler Yeats, Samuel Beckett, Elizabeth Bowen, Seamus Heaney, Iris Murdoch, usw. (darunter 4 Nobelpreisträger !).