Häufige Fragen zu Sprachreisen

Englisch sprechen zu können, gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen, um sich in der Welt sicher bewegen zu können. Ebenso wichtig ist es, mit der Sprache auch  die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen kennen zu lernen, die sie tagtäglich gebrauchen – nicht in Frankfurt oder in Berlin, sondern im Alltag in Sydney, in San Francisco, London, Wellington usw. Erst beides zusammen macht den Experten aus, der diese Kenntnisse auch beruflich kompetent nutzen kann.

Englisch ist nicht gleich Englisch. Wie das Deutsch eines Schwaben sich von dem  einer Hamburgerin unterscheidet, gibt es auch im Englischen große Unterschiede in der Aussprache, im Vokabular und in der Grammatik etwa zwischen der Sprache einer Australierin und eines Iren. An den Sprachinstituten ist das Ziel immer, so genanntes Standardenglisch in Kursen zu lehren, die meist den Titel „General English“ tragen. Deshalb ist es wichtig zu entscheiden in welchem Land man Englisch lernen möchte. Selbst wenn Vokabular und Grammatik auf der ganzen Welt fast gleich sind, ist immer noch die Aussprache etwa eines Texaners völlig anders als die einer Frau aus dem Londoner Westend. Und wenn man die Sprachschule verlässt und auf die Straße geht, hört man eben das, – und kein Standardenglisch.

Wie im Deutschen auch gibt es neben dem „General Englisch“ jede Menge Fachsprachen, ob das nun juristisches, medizinisches, ingenieurtechnisches  Englisch ist oder Business English, IT English, Academic English für Uni-Sprachprüfungen wie den TOEFL, Fachenglisch,  Jugendsprache, Großstadt-Slang usw.

Besonders hervorzuheben sind so genannte Kombi-Kurse, in denen ein Sprachkurs mit einem Praktikum verbunden ist, so dass man die Schulsprache und die Alltagssprache miteinander verbindet.

Das hängt von der gewählten Variante ab. „General English“ kann man überall zwischen Hawaii und Schottland, Vancouver und Sydney bekommen. Ebenso fachsprachliches Englisch, – das allerdings nur eine relativ kleine Zahl von Sprachschulen anbietet. Bei der Wahl von „Academic English“ für Uni-Sprachprüfungen bzw. den TOEFL oder IELTS Test, sollte man schon den Kurs dort machen, wo man später auch studieren oder arbeiten möchte, also den TOEFL-Kurs in den USA; den IELTS in fast allen anderen Ländern.

Wichtig ist auch die Wahl des Kursortes nach Kurszeit und Klima; und natürlich nach der Umgebung, in der man sich wohlfühlt: Großstadt oder eher ländlich-kleinstädtisch, „on the beach“ oder mit Ski-Programm in den Bergen; moderne Stadt oder alte Kulturstadt.

Jede Sprachschule hat ihren eigenen Ansatz, aber im allgemeinen ist heute das Sprachlernen dominiert von praktischen Kommunikationsübungen, nicht mehr von sturem Grammatik- oder Vokabelpauken. Die Lerngruppen sind meist auf 12-15 Schüler begrenzt; Standard sind etwa 20 Wochenstunden. Will man intensiver und schneller lernen, sollte man über 25 Wochenstunden und möglichst Kleingruppen bis 6 Schüler buchen; hoch intensive Kurse um 30 Wochenstunden etwa für Führungspersonal haben nur 1 oder 2 Schüler pro Lehrer, bei dem man manchmal sogar auch noch wohnen kann. Das Wohnen bei einer Familie ist unbedingt anzuraten, da man dort das „Alltagsenglisch“ tagtäglich in der Unterhaltung einüben kann -- neben dem Umgang mit der Alltagskultur.  An fast allen Kursorten gibt es natürlich auch andere Unterkunftsmöglichkeiten, z.B. im Studentenwohnheim (oft nur während der Sommerferien), im Apartment/WG oder im Ho(s)tel.

Kurse unter 2 Wochen sollten nur als hoch intensive Auffrischungskurse gebucht werden  – es sei denn,  das Kursziel ist eher das Ferienerlebnis (inkl. Strand, Golf, Kajak usw.) als das Sprachlernen.

Je länger desto besser ! Es kommt aber vor allem auf das Ausgangsniveau und das Zielniveau an. Man rechnet im allgemeinen ca. 9 bis 12 Monate vom Anfängerniveau (A-0) bis zum Fortgeschrittenen (C-1/C-2) bzw. 900 bis 1.200 Unterrichtseinheiten (100 pro Monat bei 25 Wochenstunden).

Ein Test vor der Buchung kann schnell zeigen, wo man ungefähr steht, so dass man kalkulieren kann, wie weit man mit dem zur Verfügung stehenden Zeitraum und den Finanzen kommen kann.  Ein kostenloser Schnelltest schafft Klarheit. Wenn die Finanzen es erlauben, kann man als Vorbereitung eines Studiums im Ausland an manchen Colleges und Universitäten 6, 9 oder 12 monatige Kursprogramme belegen, in denen neben den Kursen in  „Academic English“ auch noch akademische Ergänzungsfächer belegt werden können. Besonders ausgeprägt ist dieses System bei Sprachinstituten, die an Universitäten angesiedelt sind, so dass die Koordination relativ problemlos ist.

Typischerweise sind die Teilnehmer in den Kursen unserer Partnerinstitute zwischen 18 und 28 Jahre alt. Jüngere Sprachreisende (ab 17) werden in einigen Instituten zugelassen; für ältere lassen sich in den „Executive Courses“ Plätze finden, sowie in besonderen Sprachschulen wie der Cambridge Academy.

In den von CollegeCouncil angebotenen Programmen handelt es sich grundsätzlich um Kurse mit gemischten Nationalitäten/Ethnien. Deutsche sind in diesen Kursen eher selten vertreten. Das Gros der international Sprachlernenden kommt aus Asien, der arabischen Welt und aus Südamerika; nicht selten auch aus Osteuropa. Wenn dies für Sie wichtig ist, können wir den entsprechenden „Mix“ für den angepeilten Zeitraum erfragen.

Fast jede Sprachschule hat ihre eigene Terminologie. Wir vereinheitlichen grob nach

a) Intensität = Stundenzahl („teaching unit“ = meist 45 Minuten)

  • ca. 20 Wochenstunden = Standard (bei ELS Semi-Intensive)
  • ca. 25 – 30 Wochenstunden = Intensive
  • mehr als 30 Wochenstunden = Executive Intensive

 

b) Sprachregister

  • General English
  • Business English
  • English for Academic Purposes (Academic English)
  • English for TOEFL oder IELTS (Kurse zur Vorbereitung auf diese Tests)

Im Infocenter finden Sie Informationen über die verschiedenen Sprachfähigkeitsstufen der EU sowie eine Vergleichstabelle mit den bekannten internationalen Tests wie TOEFL, IELTS, TOEIC, ESOL.

Die ELS-Schulen haben eigene Tests in Anlehnung an TOEFL entwickelt: Diese Tests werden von den mit ELS assoziierten Hochschulen als TOEFL-gleichwertig anerkannt.

Sie können selbst einen Schnelltest nach EU-Einstufung durchführen.

Die Möglichkeit zum unentgeltlichen „hospitieren“ gilt für diejenigen Angebote von ELS Instituten, die auf dem Campus einer Hochschule beheimatet sind. Voraussetzungen sind: Hochschulzugangsberechtigung, Englischniveau mindestens Stufe B-2 und Besuch des Kurstyps Academic English mit 30 Wochenstunden. Jede Hochschule entscheidet für sich, ob man pro 4-Wochenkurs zwischen 1 mal und 12 mal hospitieren kann.

  • Als Standard bieten alle Sprachinstitute den Familienaufenthalt (homestay) an. Familie kann dabei auch ein Single-Haushalt sein! Wichtig ist, dass in und mit dieser Familie von „native speakers“ Gespräche auf Englisch geführt werden, so dass der Lerneffekt auch außerhalb des Schulraums erreicht wird. Diese Unterbringung ist pädagogisch besonders zu empfehlen – außerdem ist sie fast immer die preiswerteste. Es gibt diese Unterbringung als Bed & Breakfast (B&B), mit Halb- oder Vollpension (Half Board oder Full Board). Gelegentlich gibt es auch „room only“ ohne Familienanschluss, aber mit Möglichkeit, selbst zu kochen (self catering). 
  • Alternativ können während der Semesterferien Plätze in Studentenwohnheimen (dorms oder residences) angeboten werden; oder Zimmer in einer WG (shared flat / apartment) durchgehend das ganze Jahr über. Meist sind diese Arrangements mit Selbstverpflegung (self catering). Amerikanische Wohnheime haben standardmäßig Doppelzimmer!
  • Für kurzzeitige Aufenthalte kommt eventuell auch ein Hostel oder sogar Hotel in Frage.
  • für Studierende gibt es derzeit keine Förderung von Englisch-Sprachkursen
  • für Arbeitnehmer sieht das anders aus:

    Beim Weiterbildungsstipendium (ehemals Begabtenförderung) kann man als StipendiatIn innerhalb eines Förderzeitraums Zuschüsse von insgesamt € 7.200 für beliebig viele förderfähige Weiterbildungen beantragen – bei einem Eigenanteil von 10% je Fördermaßnahme. Die Weiterbildungsstipendien unterstützen junge Menschen bei der beruflichen Qualifizierung im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung. Förderadresse ist die Stiftung Begabtenförderung Berufliche Bildung: sbb-stipendien.de/weiterbildungsstipendium.html

Information des FDSV: „Ob die Kosten für einen Sprachkurs und die damit verbundenen Reise- und Unterkunftskosten als Werbungskosten bzw. Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden können, ist eine individuelle Entscheidung Ihres zuständigen Finanzamtes. Grundsätzlich können nur die reinen Kurskosten geltend gemacht werden. Je intensiver der Sprachkurs, desto größer sind die Chancen auf eine steuerliche Absetzbarkeit.“ Gerne erstellen wir Ihnen zu Ihrem Sprachkurs eine entsprechende Bescheinigung für das Finanzamt.